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Siegfried - Götterschweiß und Heldenblut
Ein Germanical
Musik von Stephan Auer / Frank Schimann / Aron Altmann / Manfred Liebethal
6 D, 8 H, 1 Zwerg, St, Verwandlungsdek
"Die Musik lässt die Recken rocken nach Ohrwurmpop aus bekannten Quellen, in herrlichen Geisterbahnkulissen und mit martialischen Kostümen wie aus dem Faschingsverleih findet auf der Bühne deftige Gaudi mit doppeltem Boden statt. Köstliche Karikaturen die Mannen vom Hof der Burgunder: Severin Groebners Siegfried, ein dünner Blondhaarengel, ist ein echter Antiheld mit toller Stimme, Tauchens fieser Hagen in Lederhose scheint vom Obersalzberg herabgestiegen und Alex Liegl, dessen knittelnde Verse mit ihrem Stabreimwitz viel zum Erfolg der Aufführung beitragen, spielt einen schlaffen Gunter. Eine abgedrehte Germanenparodie, die das Epos komödiantisch überdreht zu vergnüglichem Klamauk." (Tageszeitung)

"Ein Fest für alle, die sich schon über die schräge Alpenklamotte vom Königssee ("Der Berg ruft!") scheckig lachen konnten. Denn Tauchens legendäre "Gailtalerin" erlebt hier eine Reinkarnation als ebenso stämmige Brünnhilde ("Ich pflücke Blumen, wer pflückt mich?"), und der "Bua" (Severin Groebner), der seinerzeit der verhängnisvollen Verlockung des schroffen Gipfels erlag, kehrt als Titelfigur Siegfried wieder. Ein beeindruckend schmalbrüstiger Recke, ein Jung-Stenz nicht vom Rhein, sondern von der Donau, der ("I bin a wüüda Hund!") schon durch sein breitestes Wienerisch jeden Gegner außer Gefecht setzt und jede Frau bezirzt." (Merkur)

"Hojotoho! Die Urgermanen formieren sich einer flotter Revue-Reihe zum Zwerchfell-Angriff." (Abendzeitung)

"Siegfried siegt, weil das Stück funktioniert, auch ohne Kultlied-Bonus. Das Erfolgsgeheimnis ist das bewährte "Watzmann"-Prinzip der Parodie und Persiflage, der Bedienung von Taktinstinkt und Schaulust und die fehlende Scham vor derben Schenkelklopfern." (Süddeutsche Zeitung)

Uraufführung:
Januar 2003 | Münchner Feststpielhaus
Regie: Gabi Rothmüller / Manfred Tauchen
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