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Hexenjagd
(The Crucible)
Neu übersetzt von Hannelene Limpach und Dietrich Hilsdorf
Deutsch von Dietrich Hilsdorf / Hannelene Limpach / Hannelene Limpach / Dietrich Hilsdorf
Mitarbeit: Alexander F. Hoffmann / Alexander F. Hoffmann
10 D, 11 H, 5 Dek
Pastor Parris entdeckt eines Nachts, wie seine Tochter Betty, seine Nichte Abigail und andere junge Mädchen zusammen mit der Sklavin Tituba im Wald zu fremdartiger Musik seltsame Tänze aufführen. Am nächsten Morgen ist seine Tochter in einem sonderbaren Zustand und nicht ansprechbar. Da gibt es in Salem nur eine Erklärung: Es muss der Teufel im Spiel sein. Als nun auch noch der Hexenspezialist Pastor Hale in der Kleinstadt erscheint, bricht ein regelrechter Hexenwahn aus. Die Mädchen, die noch nie zuvor in der Gemeinde ernst genommen wurden, bekommen jetzt, als sie anfangen, Menschen der Hexerei zu beschuldigen, ungeahnte Aufmerksamkeit. Je länger sie ihr Handeln weitertreiben, umso mehr steigern sie sich selbst in ihre scheinbaren Visionen und Erscheinungen hinein und beginnen nach und nach, fast das ganze Dorf der Hexerei zu beschuldigen. Das Perfide an den den daraufhin stattfindenden Prozessen ist, dass nur diejenigen begnadigt werden, die ihre Schuld eingestehen. Wer standhaft leugnet, wird hingerichtet. Und es ist auch nicht von der Hand zu weisen, dass es dem einen oder anderen Bewohner Salems ganz gelegen kommt, wenn das Land eines Hingerichteten versteigert wird, oder jemand, mit dem man immer im Streit lag, plötzlich nicht mehr da ist. Abigail allerdings hat noch einen weiteren Grund für ihr Tun. Sie will die Frau des Pflanzers Proctor zum Tode verurteilt sehen, damit sie dann mit Proctor zusammen leben kann. Proctor aber gesteht zwar, eine Affäre mit Abigail gehabt zu haben, ist jedoch eher bereit sich hängen zu lassen, als gegen die Wahrheit und sein Gewissen zu bezeugen, dass er mit dem Teufel im Bunde stehe. Und als auch Pastor Hale endlich zu begreifen beginnt, dass die Mädchen keine Heiligen sind, ist es für viele schon zu spät ...
Uraufführung:
22.01.1953 | Martin Beck Theater, New York
Regie: Jed Harris
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